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MaxParallel beschleunigt SQL Server

Parallelisierung des I/O-Durchsatzes

Das Prinzip hinter der Parallelisierungstechnologie von MaxParallel; Quelle: Datacore

Eine Produktlinie zur Optimierung von Datenbanken auf Multicore-Servern hat Datacore vorgestellt. Das erste Produkt dieser Linie ist MaxParallel für den SQL Server von Microsoft. Die Software erhöht die Transaktionsraten im Ein-Ausgabebereich von Multicore-Servern drastisch und verkürzt damit Antwortzeiten von SQL-Datenbanken. Das führt zu einer Beschleunigung bei der Erstellung von Reports und Echtzeit-Analysen um ein Vielfaches.

Einsatzfelder

Die Ergebnisse von MaxParalles mit dem SQL Server beim Hammerdb-Benchmark; Quelle: Datacore

Anwendungen wie E-Commerce, ERP, hoch frequentierte Handelsplattformen, Inventory-Optimierung und Fehler- oder Gefahrerkennung ebenso wie IoT-Workloads profitieren von MaxParallel. Derartige Datenbank-intensiven Applikationen werden in ihrem Verhalten häufig träge, wenn sie von Live-Nutzern und Echtzeit-Prozessen mit simultanen Anfragen bombardiert werden. MaxParallel für SQL Server beseitigt die Konkurrenz um Ressourcen in Multicore-Servern, macht Online-Transaktionsprozesse (OLTP) und Online-Analyseprozesse (OLAP) bedeutend produktiver und liefert auch in Belastungsspitzen schnelle Antwortzeiten. Dabei wird keinerlei Zusatzhardware benötigt, Veränderungen an der Programmierung sind nicht notwendig.

In ersten Erfahrungsberichten sprechen Anwender von mindestens 20 und bis zu 300 Prozent schnelleren Antwortzeiten, 20 bis 60 Prozent höherer Transaktionsrate sowie 50 bis 200 Prozent schnellerer Erstellung von Reports. Das deutsche Unternehmen Tyre World, ein Online-Anbieter für Fahrzeugreifen, testete die Software seit Juni 2017. „Echtzeit-Berichte über den Lagerbestand, Vorratsaufstellungen und Preisveränderungen beanspruchen mit MaxParallel für SQL Server lediglich einen Bruchteil der bisherigen Zeiten und ermöglichen uns, wettbewerbsgerechte Angebote zu offerieren“, sagt Manuel Hanke, IT-Manager bei der Tyreworld GmbH. „Die Plug-and-Play-Software macht unsere Datenbank unfassbar schnell. Sie hat das Potenzial, unsere Geschäfte über Nacht zu verändern.“

Auch Microsoft SQL Server-Vertriebspartner hatten die Gelegenheit, MaxParallel vorab zu testen. Joachim Dreher, CTO der Desk Software und Consulting GmbH und Platinum-Partner von Sage, berichtet: „Wir haben MaxParallel für SQL Server 2016 getestet und nicht viel erwartet, da sie bereits die am besten optimierte Datenbank überhaupt ist. Dann waren wir überrascht, dass die DataCore-Software die Produktivität um über 30 Prozent steigerte.“

Technologie

Christian Marczinke, Vice President bei DataCore Deutschland, verweist auf weitere Entwicklungen: So sei auch eine Version für Linux-basierte Datenbanken in Planung. Zudem eigne sich die Technologie hinter MaxParallel auf für Virtualisierungsplattformen wie den Hyper-V. Quelle: DataCore

Das Herzstück von MaxParallel stammt aus DataCores Speichertechnologie. Roni Putra, CTO von DataCore, erklärt: „Die MaxParallel-Software entstand auf der Grundlage unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für Applikationen mit sehr hohen Datenraten. Wir gingen das Problem zunächst speicherseitig an, entdeckten aber, dass die Hindernisse vielmehr auf der Host-Seite existieren. Schnell wurde uns klar, dass unsere Parallel-I/O-Technologie die Probleme der seriellen Datenbankzugriffe lösen kann.“ MaxParallel baut nicht auf den existierenden Storage-Produkten von DataCore auf. Es ist ein vollkommen unabhängiges Produkt. Jedoch bieten SANsymphony und DataCore Hyper-Converged Virtual SAN zentrale Storage-Dienste, die die Performance von Datenbanken und anderer Workloads zusätzlich verbessern.

Der Preis für Standard- und Enterprise-Editionen von MaxParallel für SQL Server liegt bei 15 Prozent der Kosten, die für entsprechende Microsoft SQL-Lizenzen anfallen. Die Software kann (auf Stundenbasis) gemietet oder gemäß der Anzahl an Cores auf dem SQL Server-Host gekauft werden. Die Raten für die stundengenaue Abrechnung können im Azure Marketplace eingesehen werden. Dort stehen auch eine 30 Tage-Testversion und interaktive Testlaufwerke bereit. (rhh)

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